Geschichte

 

Zur Entstehung unseres Vereins führen wir ein kleines Interview mit unserem 1. Vorstand Andreas Schugg

 

Wie kommt man zum Eishockey? 

“Begonnen hat alles im Januar 2010, da wurde ich angerufen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte mit Eishockey zu spielen. Ich war natürlich gleich Feuer und Flamme. Ich glaube wir waren 12 Mann, keiner hatte eine Ausrüstung, jeder musste sich von irgendwem das ganze Zeug leihen. War schon aufregend das ganze, wenn man eigentlich nur die Zuschauer-Rolle gewohnt war.” 

Wie ging es dann weiter?

“Wir gingen noch zwei oder drei mal aufs Eis. Dann war die Eiszeit aber bald vorbei und es wurde abgetaut. Ich dachte mir dann, den Sommer über, dass das nicht das letzte mal gewesen sein darf und versuchte damals durch Mund zu Mund-Propaganda und über Facebook viele Leute die auch Blutjunge Anfänger waren, dafür zu begeistern. Ein bisschen hoffte ich auch darauf, dass der eine, einen anderen kennt, usw., der auch Lust auf Eishockey hat. Was ein bisserl traurig ist, das von denjenigen, mit denen ich das erste mal auf dem Eis war, heute keiner mehr dabei ist.” 

Und dann gründete sich gleich die Hobbymannschaft? 

“Nein. Ich legte damals viel Wert darauf das nur Neulinge mitspielen. Jeden “Aktiven” oder der es mal “gelernt” hat, dem sagte ich von vorne herein gleich ab. Ich wollte damit bezwecken, das alle die neu anfangen unter sich spielen, ohne vorgeführt zu werden. Wir hatten anfangs auch viele Mädels dabei, bis zu Fünf an der Zahl. Eine davon ist heute noch, aktiv dabei.
Zwei Jahre über ging das so, wir hatten auch viele Eiszeiten, jeden Donnerstag und sogar jeden Sonntag, bekamen wir damals Eiszeiten zustande.”

Wie kam das bei den anderen Spielern an?

“Ich würde jetzt mal behaupten, das es sehr gut ankam. Jeder wusste ja von sich selbst, dass man nichts kann, weder auf den Schlittschuhen, noch am Schläger. So ging nie einer mit irgendwelchen Erwartungen aufs Eis. So soll es ja auch sein, wenn man den Sport als Hobby ausübt. Der Spaß stand immer im Vordergrund und das hat zum Glück auch bis heute bestand. Es ging ja damals beim Umziehen schon los, wenn du die ersten male in der Kabine gesessen hast und völlig überfordert mit der Ausrüstung warst, welches Teil, wann und wohin kommt. Da standen uns auch manchmal schon beim Schlittschuhe binden, die Schweißperlen auf der Stirn.” 

Wann war das erste Freundschaftsspiel?

“Das erste Spiel war einzigartig und Spektakulär. Das war 2011 in Rosenheim gegen eine Hobbymannschaft die gespickt mit ein paar ehemaligen aktiven war. Es war auch ein sensationelles Eis, da einen Tag zuvor die Nationalmannschaft gegen Österreich gespielt hat. Der Spielverlauf ist dann aber leider gleich erklärt… Nach 10 Minuten stand es schon zweistellig für den Gegner, der endgültige Endstand ist bis heute ungeklärt, schätze aber das es so an die knapp 30 Stück waren, die wir da bekommen haben. Da wussten wir gleich, wo wir hin gehörten.” 🙂

Was hat sich seitdem geändert?

“Was die Eiszeiten betrifft hat sich nicht viel geändert. Die sind nach wie vor jeden zweiten Donnerstag in Peißenberg. Seit 2016 sind wir auch in Schongau zum trainieren. Was man sagen kann, dass es in den ersten Jahren immer wieder einen Austausch bei den Spielern gab, manche verloren die Lust und dafür kamen wieder neue ins Team. Seid 2013 hält sich aber ein gewisser Grundkern der schon mehrere Jahre dabei ist. Dieser wurde bis heute auch mit gelernten Spielern aufgestockt. Das schöne ist aber, das man merkt und sieht, wie sich jeder einzelne weiter entwickelt und immer besser wird und dabei trotzdem der Spaß immer im Vordergrund steht und die “Chemie” in der Mannschaft einfach stimmt.”

Warum der Name “Eiskratzer”?

“Eigentlich eine ganze witzige Geschichte. Ursprünglich war der Name “Ice Breaker`s” geplant… Als ich mal nach einem Freundschaftsspiel gefragt worden bin und der fragend sagte: Und ihr heißt also Eiskratzer? War ich von dem Namen gleich so angetan, dass der Englische Name gleich wieder Geschichte war und seitdem, schimpfen wir uns Eiskratzer. Passt ja auch gut, da das Niveau nicht gerade ein Blickfang ist und wir mehr oder weniger das Eis nur verkratzen, aber irgendwie müssen wir auch Spuren hinterlassen.” 🙂 

Mittlerweile habt ihr es ja auch in einen richtigen Spielbetrieb einer Hobbyliga geschafft.

“Ja. Die frisch gegründete GHL-Liga ist sehr gut angenommen worden in den ersten beiden Jahren. Sechs Mannschaften nahmen 2016 teil. 2015 begann man mit Fünf Teams. Seit 2017, ist die Liga leider auf Vier Mannschaften reduziert, da drei Mannschaften keine Spielstärke mehr zusammen gebracht haben.” 

Wie läuft es in der Gaudi-Hockey-Liga Oberland?

“Für uns persönlich, läuft es sehr gut in der Liga. Im ersten Jahr wurden wir 2. und in der letzten Saison konnten wir den Pott nach Peißenberg holen. Die Hobbyliga ist generell sehr Attraktiv. Das Regelwerk zieht klare Grenzen, was gelernte Spieler betrifft. Diese kann man auch wunderbar auf der Homepage der GHL nachlesen. Wünschenswert wäre es, wenn in den nächsten Jahren die Liga noch etwas größer wird. Wenn wir einmal Zehn – Zwölf Mannschaften werden, könnte man auch über ein Zwei-Ligen-System nachdenken. Besonderes Highlight ist aber auch ausschließlich, das Play-Off-Turnier. Hier kann vom Hauptrundenersten bis zum Letztplatzierten noch jeder Meister werden.”

Wieviele Spieler und Mitglieder sind denn im Verein aktiv?

“Wir haben im Verein mittlerweile 30 Mitglieder, bis zu 26 Mitglieder, sind auch alle auf dem Eis aktiv.” Neue Mitglieder sind immer herzlich Willkommen. Was die Spieler-Verpflichtungen betrifft, werden wir stand jetzt mal eine Pause einlegen zumindest bis ins nächste Jahr, weil ja keiner voraus schauen kann.
Gast-Spieler sind aber z.B. auch in jedem Training erwünscht, da man dort manchmal auch nur zu zehnt auf dem Eis steht, da bietet sich es aufjedenfall an wenn auswärtige Spieler, anderer Mannschaften bei uns mitmachen.” 

Wie findest du eure Homepage?

“Ein großes Anliegen ist mir dabei, ein riesen Lob an unseren Johannes “Giotto” Schuster auszusprechen! Ohne diese Leidenschaftliche Hingabe seinerseits, wäre diese Seite niemals entstanden! Nicht nur Ich sondern da darf ich vermutlich für die ganze Mannschaft sprechen. Danke dir vielmals!

Ich finde die Homepage absolut Spitze, klar kann man sagen, für eine Hobbymannschaft etwas übertrieben, aber ich seh es einfach als Belohnung für unsere Mannschaft. Wir finanzieren uns im Grunde genommen selbst, jeder zieht gut mit und wir haben eine menge Spaß miteinander, auf und auch neben dem Eis. Da darf sowas auch mal drin sein. 

Weitere Ziele des Vereins?

“Ziele werden wir uns nicht stecken. Wir wollen einfach mit viel Spaß an der Freude so weiter machen wie bisher. Das können wir auch am besten.”

Was steht als nächstes auf dem Programm?

“Im Juli halten wir unsere Jahreshauptversammlung ab, in der alles Rückblickende und die nächste Saison besprochen wird. Im September gehts dann auch endlich wieder aufs Eis. Anfang Oktober steht unser jährliches Trainingslager auf dem Programm und im Oktober beginnt auch schon wieder die neue Saison in der wir wieder unser bestmögliches geben wollen.”

 

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